Coronavirus hat erhebliche Auswirkungen auf die Flugpläne

Derzeit fordert die IATA Ausnahmen bei den Start- und Landerechten. Diese Forderung ist den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus geschuldet.

Um Ihre Start- und Landerechte behalten zu können, müssen die Airlines ein Mindestmaß der Nutzung ihrer Slots vorweisen. Das ist angesichts der massenhaften Flugausfälle infolge der Coronavirus-Krise aktuell nicht möglich. Auch viele Parkplätze am Flughafen Stuttgart bleiben leer, weil viele Airlines ihre Flugpläne zusammengestrichen haben.

Welche Airlines sind am Flughafen Stuttgart betroffen?

Mit Flugausfällen müssen vor allem die Kunden der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaft Eurowings rechnen. Auch British Airways hat im Zusammenhang mit dem Coronavirus den Rotstift am Flugplan angesetzt. Flugstreichungen gibt es außerdem beispielsweise bei SWISS. Mit steigenden Infektionszahlen müssen die Passagiere am Flughafen Stuttgart davon ausgehen, dass Flüge bei weiteren Airlines ausfallen. Betroffen davon sind nicht nur Auslandsflüge. Auch zahlreiche Inlandsflüge finden nicht statt. Der Grund dafür sind die Absagen vieler Großveranstaltungen und in der Folge massenhafte Stornierungen von Ticketbuchungen. Dadurch sind zahlreiche Linienflüge nicht mehr lohnenswert. Die Airlines bieten in diesen Fällen in der Regel kostenlose Umbuchungen an.

Flugpersonal muss erweiterte Meldepflichten erfüllen

Fluggäste sollten sich nicht wundern, wenn sie vom Kabinenpersonal aufmerksamer als sonst beobachtet und befragt werden. Nach der Ankunft aus Risikogebieten müssen die Flugkapitäne eine Negativmeldung an den Tower abgeben. Solange diese nicht erfolgt ist, dürfen die Fluggäste nicht aussteigen. Gibt es Verdachtsfälle für Infektionen mit dem Coronavirus, fährt das Flugzeug in eine Warteposition. Anschließend kommt der Flughafenarzt an Bord und untersucht die betroffenen Passagiere. Der Dispatcher von unserem Valet Parkservice am Flughafen Stuttgart behält die Lage ständig im Blick. Aber wir bitten vorsorglich um Verständnis für den Fall, dass es durch diese Vorsichtsmaßnahmen zu kleinen Verzögerungen bei der Fahrzeugrückgabe kommen sollte.

Was hat es mit den Ausstiegskarten bei Flugreisen auf sich?

Die Ausstiegskarten (offiziell Aussteigerkarten genannt) gehören zu den Maßnahmen, welche das Bundesgesundheitsministerium auf der Grundlage des IGV-Durchführungsgesetzes in Kraft gesetzt hat. Sie dienen zur Optimierung der notwendigen Quarantänemaßnahmen. Die Fluggast-Aussteigekarte wird nicht nur im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingesetzt. Sie ist grundsätzlich vorgesehen, wenn der Verdacht besteht, dass sich ein Passagier mit einer übertragbaren Krankheit an Bord befindet. Derzeit gilt lediglich eine kleine Ausnahme. Die Aussteigerkarten müssen alle Passagiere von Flügen ausfüllen, die aus einem der Risikogebiete kommen und am Flughafen Stuttgart oder einem anderen deutschen Airport landen. Solche Aussteigerkarten sieht das deutsche Infektionsschutzgesetz unter bestimmten Bedingungen auch für die Passagiere der Eisenbahn sowie von Fähren und Kreuzfahrtschiffen vor.

Welche Angaben müssen Fluggäste auf den Aussteigerkarten machen?

Die Aussteigerkarten wurden aufgrund der Coronavirus-Krise um zusätzliche Angaben ergänzt, die genau darauf zugeschnitten sind. In der Selbstauskunft werden spezielle Symptome abgefragt. Außerdem müssen die Fluggäste angeben, ob sie mit Personen aus Risikogebieten Kontakt hatten oder sich in einem der Risikogebiet aufgehalten haben. Was zu den Risikogebieten zählt, ändert sich fast täglich. Der Grund ist, dass die Liste der Länder mit Coronavirusfällen ständig länger wird. Auf internationaler Ebene erfolgt dafür die Auswertung der Daten der WHO und auf nationaler Ebene in Deutschland der Daten des Robert-Koch-Instituts.

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