Parkdienste an Flughäfen werden künftig noch lukrativer

Parkplätze am Flughafen Stuttgart Mangelware

In vielen deutschen Flughäfen Städten herrscht jetzt schon Parkplatzmangel. Das zeigen statistische Erhebungen. In den Kernstädten der Agglomerationszentren dauert die Parkplatzsuche nach Erhebungen des Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. durchaus zwischen 15 und 30 Minuten. In Stuttgart macht es sich bemerkbar, dass eine Vielzahl der Parkplätze den Kunden einzelner Anbieter vorbehalten ist. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Anzahl der Fahrzeuge in Deutschland steigt, zugleich aber die Anzahl der verfügbaren Parkplätze sinkt.

Trend geht zu Anwohnerparkplätzen und kostenpflichtigen Parkflächen

Inzwischen erkennen viele Stadtverwaltungen, dass sie aus der Parkplatzknappheit einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen können. Sie reduzieren die Zahl kostenloser Parkplätze, wo immer es geht. Ein Beispiel ist Stuttgart, wo in den nächsten Monaten auch zahlreiche kostenlose Parkplätze in den Außenbezirken verschwinden werden. Sogar die bisher kostenfreien Parkplätze an der Universität Stuttgart sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Dadurch verlagert sich die Zahl der Parkplatzsuchenden auf andere Bereiche. Dann haben es auch die Fluggäste schwer, die für ihre Anreise zum Flughafen Stuttgart die Stadtbahnlinie U6 nutzen wollen. Mit Blick auf diese Pläne der Stadtverwaltung ist es eine gute Sache, dass mit dem Parkservice Flughafen Stuttgart Valet ein Parkdienstleister zur Verfügung steht. Doch solche Dienstleister gibt es leider nicht an allen deutschen Flughäfen.

Wohnraummangel trägt zur Verstärkung der Parkplatzknappheit bei

Deutschland verzeichnet einen drastischen Mangel bei bezahlbarem Wohnraum. Auch das hat negative Auswirkungen auf die künftigen Angebote bei den Parkplätzen. Vielerorts sind Baugrundstücke bereits so knapp, dass keine andere Lösung bleibt, als die derzeit als Parkplätze genutzten Flächen zu bebauen. Zu dieser Vorgehensweise hat sich beispielsweise die Deutsche Bahn entschlossen. Das Unternehmen will sich Vorteile bei der Anwerbung von Fachkräften durch das Angebot günstiger Mitarbeiterwohnungen verschaffen. Geeignete Grundstücke befinden sich im Besitz des Unternehmens. Dabei handelt es sich allerdings überwiegend um Flächen, die aktuell als Parkplätze oder Park & Ride-Flächen genutzt werden. Das heißt, dort sind Baukonzepte notwendig, bei denen die Parkflächen möglichst in vollem Umfang erhalten bleiben. Doch die Einrichtung von Tiefgaragen mit mehreren Etagen ist aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht an allen Standorten möglich, welche die Deutsche Bahn für den Bau von Mitarbeiterwohnungen ins Auge gefasst hat.

Wie ließe sich das Parkplatzproblem am Flughafen Stuttgart noch lösen?

Einige Stadtverwaltungen haben in den letzten Jahren bereits versucht, Garagengemeinschaften zu enteignen. Der Plan war, dort Parkhäuser mit mehreren Etagen zu errichten. Das wäre eine sinnvolle Sache, die allerdings auf einen erheblichen Widerstand bei den Garagenbesitzern stößt. Sie sind der Meinung, dass die angebotenen Entschädigungen zu niedrig sind. Außerdem haben sie Bedenken, für ihre Stellplätze in den künftigen Parkhäusern tiefer als bei der Pacht für ihre Garagen greifen zu müssen. Das zeigt ein konkretes Beispiel aus Leipzig. Vielleicht sollten die dortige Stadtverwaltung den Garagenbesitzern statt einer Abfindung lieber kostenlose Stellplätze in den geplanten Parkhäusern anbieten.

Im Osten Deutschlands gibt es weitere Reserven

Im Osten Deutschlands gibt es im Umfeld der Städte zahlreiche Industriebrachen, die sich für eine Wohnbebauung nicht eignen. Allerdings hat die ganze Sache einen Haken. Sie befinden sich in den Außenbezirken oder in Vororten. Dort gäbe es einen anderen Weg, um die Parkplätze in den Innenstädten zu entlasten und die Luftqualität in den Städten zu verbessern. Die Stadtverwaltungen könnten ÖPNV-Tickets zwischen diesen Parkplätzen und den Stadtzentren bezuschussen. Doch dafür fehlt vielen Stadtverwaltungen schlicht das Geld. Sie nehmen lieber mehr Geld ein, indem sie immer mehr kostenlose Parkplätze in den Zentren kostenpflichtig machen. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Stadtverwaltungen die zusätzlichen Einnahmen für Investitionen an den richtigen Stellen verwenden.

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